Der Webstandard HTML5 definiert viele neue Features wie natives Video, Audio, Drag and Drop, etc. Das Problem hierbei ist, dass die Browser diese Funktionen nur langsam implementieren.
Webentwickler wie ich müssen dann entweder auf den Einsatz von den neuen Features verzichten oder zusätzlich eine Unterstützung für alte Browserversionen bauen. Doch wie kriegt man serverseitig raus, ob ein Browser HTML5 unterstützt oder nicht?
Genau hier hilft meine heute fertig gestellte Rack Middleware Rack::Html5. Anhand des User Agents wird der Browser und die Version ermittelt. Basierend darauf können anschliessend die unterstützten Funktionen zugeordnet werden.
Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, ob sich dieses Vorgehen in der Praxis bewährt. Ein Versuch ist es Wert und Spass hat mir die Programmierung allemal gemacht. Jetzt bin ich erstmal gespannt auf Feedback aus der Community…
Ja, ich weiss. Es gibt bereits diverseWetterbots für Zürich. Diese tweeten mir aber entweder zu oft, zur falschen Zeit oder unzuverlässige Prognosen. Deshalb habe ich mich aus Spass in den letzten Tagen daran gemacht kurz selber einen twitternden Wetterfrosch zu bauen (@wetter_zh).
Mit dem HTTParty und Twitter gem ist das in Ruby mit ein paar wenigen Zeilen erledigt. Ein wenig kann sich @wetter_zh dann aber doch noch von der “Konkurrenz” abheben. Die Tweets beinhalten jeweils die Geoposition von Zürich und als kleine Spielerei wechselt das Profilbild je nach Wettervorhersage.
Der Wetterbericht kommt für Zürich zweimal täglich. Jeweils Frühmorgens vor dem Aufstehen und Abends vor dem Schlafengehen.
Wir wissen noch nicht so genau, ob wir es als Kunstprojekt ansehen sollen. Eine kleine Prise Streetart ist auf jeden Fall ein wichtiger Teil des Grundgedankens. Zusätzlich versuchen wir die Effekte in modernen sozialen Netzwerken wie Facebook zu unserem Vorteil einzusetzen. So verknüpfen wir die Online-Welt erfolgreich mit der realen Welt (oft erstrebt, selten erreicht). Zu guter letzt stehen wir ein für mehr Positivität im Alltag. Es ist einfach zu sagen was alles scheisse ist, warum nicht öfter sagen was man mag?
5’000 “I like” Sticker sind gedruckt
Aber wie geht das jetzt? Vor etwa einer Woche sind bei uns 5’000 Sticker mit der Aufschrift “I like” eingetrudelt. Die Like-Funktion geniesst auf Facebook eine unglaubliche Beliebtheit weil sie so einfach ist. “Warum sollte das nicht auch auf der Strasse funktionieren?” haben wir uns gefragt. Und sie tut es tatsächlich! Seit Beginn der Aktion kleben Freunde, Freunde von Freunden und Unbekannte unsere Sticker auf Dinge, die sie mögen und stellen anschliessend Fotos davon wieder ins Internet.
Was, wenn die “I like” Sticker alle sind?
Wir freuen uns darüber, dass die Aktion scheinbar recht gut ankommt. Der Stickervorrat neigt sich schon bald dem Ende zu. Damit die Aktion dann kein abruptes Ende nimmt oder wir selber noch einmal viel Geld investieren müssen, haben wir begonnen Spenden anzunehmen. Schon nach wenigen Tagen haben wir dank zahlreichen grosszügigen Spenden genug Geld für 10’000 weitere Sticker gesammelt. Ein bisschen Budget bleibt dann noch übrig für den Versand per Post. Mit eurer Hilfe bleibt die Aktion auch darüber hinweg bestehend.
Und jetzt du!
Wir sind echt überrascht wie gut die Sticker bei euch ankommen und wie fleissig ihr für Rücklauf von Bildern in die I like Facebook Gruppe sorgt. Ganz herzlichen Dank dafür! Wir freuen uns, dass ihr euch anstecken lässt und euch mit uns freut.
Alles zu viel Information? Dann schau doch einfach mal auf unserer I like Facebook Gruppe vorbei.
Du möchtest auch ein paar Sticker ergattern? Schreib uns oder triff uns und wir geben dir welche.
Dich hats gepackt und du würdest am liebsten gleich selber Sticker drucken oder hast viele gute Ideen? Bitte sprich das doch kurz mit uns ab, bevor du auf eigene Faust los legst. Gerne geben wir dir z.B. unsere Vorlagen weiter.
Vor ein paar Tagen hat Google das neue Open Source Betriebssystem Chrome OS veröffentlicht. Es handelt sich, wie man es von Google gewohnt ist, vorerst um eine sehr rudimentäre Entwickler-Version. Aus Neugier habe ich mir das Teil mal auf einer virtuellen Maschine installiert.
Ein anhaltender Trend ist, dass sich Desktop Applikationen zunehmend ins Web verlagern. Es gibt ja schon zig Alternativen zu Mailprogrammen, Powerpoint und sogar Photoshop. Google springt mit dem neuen Betriebssystem auf genau diesen Trend auf.
Wenn man sich durch die derzeitige Version von Chrome OS klickt wirkt das ganze sehr unspektakulär. Es ist schliesslich “nur ein Browser”. Hingegen fehlen viele Dinge, die man sich von bisherigen Betriebssystemen gewohnt ist. Natürlich hat es seine Berechtigung und diese liegt vermutlich vorwiegend bei Netbooks. Durch das schlanke Design startet das Betriebssystem schnell und verbraucht wenig Strom.
Ein Endanwender nimmt aber trotzdem starke Einschränkungen in Kauf und es ist erstmal ein grosses Umdenken angesagt.
Applikationen sind nur Bookmarks
Man kann nichts installieren
Es gibt keinen Filebrowser
etc.
Interessant ist, dass bei der Entwicklung der Fokus unter anderem auf die Sicherheit gelegt wurde. Google verspricht, dass Chrome OS unanfällig für Viren und Malware ist. Dafür sorgt ein ausgeklügeltes Sicherkeitskonzept. Wobei ich hier anmerken möchte, dass eine hohe Sicherheit auf Betriebssystem-Ebene nicht viel gegen die Gefahren nützt, welche von Webapplikationen ausgehen (CSRF, unverschlüsselte Verbindungen, Datenverlust, etc).
Ich denke pro Argument dafür gibt es immer auch ein Argument dagegen.
Daten in der Cloud, keine Backups → Keine Kontrolle über Daten
Keine Installation von Programmen → Internetverbindung immer notwendig
etc.
Trotzdem finde ich, dass mit Chrome OS ein wichtiger Schritt gemacht wurde. Ich als Entwickler von Webapplikationen finde das natürlich trotz aller Bedenken sehr spannend.
Was denkt ihr dazu? Ist das die Zukunft oder nur eine kurzlebige Schnapsidee?
Wow! Zum ersten mal habe ich die Vorzüge von Open Source Code am eigenen Leib erfahren. Kürzlich hat Nick Plante ein paar Erweiterungen zu meinem Authlogic Generator Plugin programmiert. Dank Github fanden diese den direkten Weg zurück in mein Repository.
Bisher hat das Plugin stur Erb Templates und Test::Unit Tests generiert. Ab heute kann der Benutzer wählen ob er stattdessen lieber Haml Templates und Rspec Tests haben möchte.